Berichte - Archiv I

Horst Kortlang:

Wölfe nähern sich immer häufiger Menschen - Minister Lies muss endlich tragfähiges Konzept vorlegen

Nach dem erneuten, direkten Zusammen-treffen von einem Wolf mit Menschen, dieses Mal in Bannetze, fordert der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Horst Kortlang, endlich ein tragfähiges Konzept von der Landesregierung. „Die Vorfälle häufen sich massiv. Wölfe werden zunehmend in städtischen Bereichen gesichtet und haben offenbar überhaupt keine Scheu vor Menschen. Ganz im Gegenteil kann man fast den Eindruck gewinnen, sie suchen sogar deren Nähe. Wenn es jetzt aber sogar so weit kommt, dass Kinder von einem Wolf angeknurrt werden, ist eine Grenze weit überschritten. Es muss dringend gehandelt werden“, so Kortlang. Es reiche nicht aus, über die Besenderung einzelner Tiere nachzudenken. „Hier mahlen die Mühlen der Behörden sehr langsam. Bis so eine Besenderung wirklich durchgeführt wurde, vergeht eine Menge Zeit. Und in dieser Zeit ist dann vielleicht schon Schlimmeres passiert. Minister Lies ist dringend aufgefordert, über deutlich mehr Vergrämungsmaßnahmen nachzudenken. Wenn auch die nicht helfen, braucht es zudem eine rechtssichere Grundlage für die Entnahme massiv verhaltensauffälliger Wölfe“, erklärt Kortlang weiter.

Hintergrund: Verschiedene Medien berichten, dass es am Wochenende in Bannetze zu einer Begegnung zwischen zwei Kindern und einem Wolf gekommen ist.

Der Wolf muss ins Jagdrecht aufgenommen werden

Die Nordwest Zeitung stellt die Frage: „Ist der Wolf ein gefährliches Raubtier oder ein schützenswertes Lebewesen“ (Wolf soll sich frei bewegen können; NWZ vom 22.07.2017). Die Antwort ist für die Ammerländer Freien Demokraten schnell gefunden.

Kreisvorsitzender Michel Koch: „Auf eine mittlerweile stabile Wolfspopulation in Niedersachsen muss mit ordnungspolitischen Maßnahmen reagiert werden. Es kann nicht sein, dass aus einem romantisierten Blickwinkel auf den Wolf der Schutz von Menschen und Nutztieren hinten angestellt werden. Es geht hier um ein gefährliches, wildes Raubtier. Der Wolf ist als natürliches Regulativ für andere Wildtiere zu begrüßen - es ist aber zu erwarten, dass die Wolfspopulation wegen des zurzeit reichlichen Nahrungsangebotes und dem Fehlen eines natürlichen Feindes weiter zunimmt. Durch Begegnungen mit Menschen und Nutztieren wird es so über kurz oder lang zu Problemen kommen.“

Der FDP Landtagskandidat im Ammerland und Fraktionsvorsitzender im Ammerländer Kreistag Hartmut Bruns ergänzt: „Wir wollen, dass der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen wird und verhaltens- beziehungsweise wesensauffällige Wölfe umgehend entnommen werden. Nur so ist eine gezielte Regulation der Population und somit ein Schutz von Menschen und Nutztieren möglich. Auch die Beweislast bei Nutztierrissen muss umgekehrt und die Präventions- und Entschädigungszahlungen an die Nutztierhalter sollen deutlich vereinfacht und nicht mehr gedeckelt werden, hier geht es schließlich um Existenzen. Nur so lässt sich irgendwann vielleicht ein Miteinander zwischen Menschen, Nutztieren und Wölfen erreichen“

Zum Wolf, aber auch zu anderen Themen hat die Bad Zwischenahner FDP für Samstag, den 29. Juli  den Wolf- und Umweltexperten Dr. Gero Hocker zu einer Bürgersprechstunde eingeladen. Das Mitglied der FDP Landtagsfraktion wird sich von 9 – 12 Uhr auf dem Marktplatz in Bad Zwischenahn den Fragen der Bürger stellen.

Der klassische Liberalismus ist eines der wichtigsten politischen und sozialen Ideale. Eamonn Butler beleuchtet in seinem Buch "Wie wir wurden, was wir sind - Einführung in den Klassischen Liberalismus" die historischen Hintergründe der Idee, legt die wichtigsten Prinzipien dar und erklärt die Bedeutung des klassischen Liberalismus in allen Bereichen menschlichen Lebens.

(Eamonn Butler, Wie wir wurden, was wir sind, Finanzbuchverlag, ISBN 978-3-95972-044-1)

Siehe auch hier.

Thesenpapier

FDP-Gesellschaftsforum für eine freiheitliche Gesellschaft und eine gemeinsame Zukunft

 

Eine offene Gesellschaft ist der einzige Ort, an dem Freiheit, Innovation und Kreativität ihren gemeinsamen Platz finden. Wir sehen diese Offenheit unserer Gesellschaft in der heutigen Zeit Angriffen von allen Seiten ausgesetzt. Extreme Ansichten gewinnen immer mehr an Geltung und setzen die liberale Gesellschaft unter Druck. Trotzdem stellen wir fest: Die liberale Gesellschaft, die individuelle Freiheit und Chancen ermöglicht, ist die einzige Gesellschaft, in der wir leben möchten. Die Freien Demokraten sind dabei die einzige Partei, der wir es zutrauen, liberale Politik zu machen und zentrale freiheitliche Themen anzusprechen und voranzubringen. Es warten eine Vielzahl von Herausforderungen, die mit Überzeugung angegangen werden müssen:

  • Das Individuum muss politisch im Mittelpunkt stehen. Eigene Lebensentscheidungen müssen maßgeblich sein. Die Entscheidungen müssen wir mit Verantwortung und Haltung tragen.
  • Der politische Diskurs darf sich nicht durch Sprach- oder Denkverbote unnötig verengen. Dabei dürfen nicht nur Ränder der Gesellschaft thematisiert werden. Die Freien Demokraten müssen mit ihren Argumenten eine breite gesellschaftliche Mitte ansprechen und erreichen.
  • Es gilt in Zukunft diejenigen Themen anzupacken, die einen unmittelbaren Einfluss auf unsere Gesellschaft haben und die von uns zu lösen sind. Liberale Politik muss Antworten auf konkrete Problemstellungen haben und Lösungen aufzeigen.
  • Unsere Zukunft wird maßgeblich von der jungen Generation geprägt sein. Wir müssen nicht nur über, sondern mit den jungen Menschen ins Gespräch kommen und hier ein Bewusstsein für den Liberalismus entwickeln und pflegen.
  • Für viele Menschen ist die traditionelle Politik in der Krise. Sie haben das Gefühl, dass Politik im Notstand getroffen wird und den Problemen hinterherregiert wird. In diesem Zustand werden geltende Gesetze nicht angewendet.

Die Gestaltung der Zukunft unserer Gesellschaft wollen wir stets in einem offenen Diskurs vorantreiben. Themen, die das Gesellschaftsforum der Freien Demokraten beschäftigen sind unter anderem die Problemfelder der Integration, der Umgang mit dem Islam und Islamophobie oder die Herausforderungen der Medienlandschaft mit Social Media, Big Data und Fake News und die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung.